Quelle: Thüringer-Allgemeine, Text & Bild Antonia Pfaff, 14.11.2019

Über 90 Leinefelder Gymnasiasten pflanzen auf dem Zehnsberg gemeinsam mit dem Forstamt Leinefelde tausende Bäume – Buchen und Weißtannen.

Über 90 Leinefelder Gymnasiasten pflanzen auf dem Zehnsberg gemeinsam mit dem Forstamt Leinefelde. 8000 Bäume sollten es sein – 7000 Buchen und 1000 Weißtannen.

Mit festem Schuhwerk, dicker Kleidung und Handschuhen machen sich die Jugendlichen ans Werk. Aufmerksam lauschen sie den Worten von Revierförster Thomas Watterott. Denn er gibt wichtige Anweisungen für den etwas anderen Schultag. Die über 90 Jugendlichen des Leinefelder Leibniz-Gymnasiums wollen mit dem dortigen Forstamt 8000 Bäume – 7000 Buchen und 1000 Weißtannen – auf dem Zehnsberg pflanzen.

Pünktlich um 8 Uhr geht es mit dem Bus Richtung Etzelsbach. Dort braucht es dringend neue Bäume. Denn es gebe 400 Hektar Kahlflächen im Forstamt Leinefelde, so Watterott. „Derzeit läuft die Bestandsaufnahme auf dem Zehnsberg noch, aktuell sind wir schon bei 50 Hektar“, sagt der dortige Revierförster. Für die neuen Bäume muss richtig Geld in die Hand genommen werden: Eine kleine Tanne kostet 3,50 Euro, die Buche 2,50 Euro.

Vierte Generation Borkenkäfer

Thomas Watterott betrachtet auch die noch stehenden Bäume mit Argusaugen. Denn der Borkenkäfer treibt weiterhin sein Unwesen. Sie hätten bereits die vierte Generation in diesem Jahr gefunden. „Und derzeit ist er im Boden – der friert im Winter ein und taut wieder auf.“ Dadurch würde er nicht sterben.

Die aktuelle Klimasituation hat Geografielehrer Peter Zirkler genau im Blick. Und weil sich die Jugendlichen engagieren wollen, hatte er die Idee, Bäume zu pflanzen. „Und alle Schüler haben sich bereit erklärt, auch das Kollegium hat direkt mitgezogen.“

Niklas, Mathis und Mauricio finden die Aktion sehr gut. „Wir reden nicht nur, wir packen an.“ Die Jungs erzählen, sie würden kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren und sich nicht von den Eltern mit dem Auto zur Schule bringen lassen. Tom Nickel bezeichnet den etwas anderen Schultag als „wunderbar“. Er selbst verzichtet auf Plastik, ist Veganer und baut vieles im Garten an. Lea Holbein benutzt lieber Glas- statt Plastikflaschen.

Am Ende des Tages lobt Thomas Watterott die Motivation und das Engagement der Jugendlichen und freut sich auf eine weitere Zusammenarbeit. Sie haben 7000 Bäume einpflanzen können. Peter Zirkler bedankt sich bei EW Bus, die kostenfrei gefahren sind, und bei Gastro, dass sie ebenfalls kostenfrei das Mittag zur Verfügung gestellt haben.

Jugendliches Engagment: pflanzen statt reden